Unterstützungsverein Christophorus e.V.

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Unterstützungsverein Christophorus e. V.
Pressebericht

Rock meets Classic des Unterstützungsvereins
Christophorus e.V.

Christiane Schwermer

"Wir sind anders als ihr - na und? Das macht das Leben eben bunt!" So fröhlich und selbstverständlich klang es aus einem guten Dutzend Kinderkehlen am Sonntagabend in der Erbacher Werner-Borchers-Halle beim großen Benefizkonzert des Unterstützungsvereins Christophorus e.V. 

Im Jahr der Menschen mit Behinderungen und am Jahrestag des Mauerfalls war die Veranstaltung unter dem Motto "Klassik trifft Rock" sinnfälliger Ausdruck von privatem, aber auch öffentlichem Engagement. Der tatkräftige persönliche Einsatz von Elke Elisabeth Mühlhäuser sowie aller anderen betroffenen Eltern konnte mit rund vierhundert spendenfreudigen Besuchern einen enormen Erfolg verbuchen und hat die Initiative für betreutes Leben und Arbeiten behinderter Menschen auch im Hinblick auf die geplante Wohneinrichtung im alten Krankenhaus am Brühl in Erbach weiter nach vorn gebracht. 

Das Programm war so kunterbunt gestaltet wie die Textzeile aus dem Vortrag der praktisch bildbaren Schülerinnen und Schüler aus der Schule am Drachenfeld  von Frau Zinn. Sie hat mit viel Liebe ihren Schützlingen ein Gefühl für Rhythmus gegeben und so wurde der Sprechgesang der munteren Truppe durch Klatschen, Trommeln und Stampfen belebt.  

Die erste Hälfte des Konzerts verlief allerdings konventioneller. Das Kelkheimer Kammerorchester unter der Leitung von Natalie Schwarzer spielte zwei Walzer von Antonin Dvorak und den Rosewood-Blues von Charles Delancy in einer Aufsehen erregenden Bearbeitung für Streichorchester und Marimbaphon. Zu den dafür notwendigen Schlägeln hatte bereits bei der neu arrangierten Suite Nr. 1, eigentlich für Violoncello, in C-Dur, von Johann Sebastian Bach, Udo Diegelmann gegriffen, der sein Spiel an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt zur Perfektion gebracht hat. Dem auch als Komponist tätigen Musiker ging ein noch junger Stern, diesmal wirklich am Violoncello, voraus. Isang Enders, Spross einer im Odenwald gut bekannten Musikerfamilie und zweiter Bundespreisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert, griff zum Bogen und intonierte bravourös Joseph Haydns Konzert in C-Dur. Der Künstler vervollkommnet sein Fach zur Zeit an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt a. M. Doch auch mit diesem Vortrag war die Reihe der Künstler, die zugunsten des gemeinnützigen Vereins, der mit Niederramstädter Diakonie zusammenarbeitet, ohne Gage musizierten, nicht abgeschlossen. 

Der rockige Teil des Abends fehlte noch und so kamen die Mitglieder der Rock- und Funband Melibokus auf die herbstlich geschmückte Bühne, wo sie nach Aussage ihrer Sängerin Michaela Löschner die dankbare Aufgabe hatten, "richtig Krach zu machen." Obwohl die Gruppe sonst nicht gewohnt ist, vor sitzendem Publikum zu konzertieren, hatten Frontman Gero Steigerwald, Löschner und die anderen Ensemblemitglieder sichtlich Spaß an der Gestaltung der zweiten Konzerthälfte, wobei vor allem Löschner ein dickes Kompliment für den lockeren und völlig unbefangenen Umgang mit all den begeistert tanzenden behinderten Kindern und Jugendlichen gilt, die ziemlich schnell die Fläche vor und auf der Bühne füllten und ihrer Faszination ungezügelten Ausdruck verliehen. Dabei kann es nur staunen machen, was diese Teenies, die sich laut Mühlhäuser vor allem Toleranz und Integration wünschen, uns Normalos in puncto Vitalität und Lebensfreude voraus haben. "Hold the line!" tönte es aus den Lautsprecherboxen und dieser alte Toto-Hit trifft den Kern des Anliegens gut, denn genau darum geht es ja, eben die Verbindung zu halten, Menschen, die auffallen, nicht abfallen zu lassen. Sicherlich hat jeder einzelne einen wunden Punkt, so offensichtlich ist er nicht immer, doch Verständnis von anderen wünscht sich wohl jeder. Dieses Verständnis in einer Zeit zu fördern, die den enger geschnallten Gürtel wieder als Mode propagiert, ist die Leistung des Unterstützungsvereins. In Erbach sollen die lebenslange Betreuung sowie die Bereiche Arbeit und Freizeit von einer christlichen Organisation übernommen werden. Es wird ein sichtbarer Ausdruck des höchsten Wertgebotes sein: Nächstenliebe.